(c) Yann Mingard
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(c) Yann Mingard
(c) Yann Mingard

DEPOSIT, 2010

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Yann Mingard interessiert sich für Lager zur Konservierung der biogenetischen Vielfalt.
Er wirft darauf gleichzeitig einen ästhetischen wie auch analytischen Blick und bewegt sich geschickt zwischen Dokumentation und Kunstwerk.
Der Fotograf hebt in seiner Serie den paradoxen Charakter dieser Orte hervor. Um das Leben zu schützen, wird eben dieses in Behältern eingeschlossen, die wiederum in gewaltigen, abgeschotteten Bunkern gelagert werden. Die unzähligen Kornproben, die sich an diesen kalten und nüchternen Aufbewahrungsorten befinden, stehen im Zentrum des Interesses des Fotografen. Die anderen Elemente, die diesen einmaligen Ort ausmachen, werden dabei nicht vernachlässigt: die Fassaden
der Gebäude und deren Umgebung sind genauso eingefangen wie die Innenräume und das Treiben der Menschen darin. Der Gesamteindruck wird dem Betrachter zur freien Beurteilung vorgelegt.
Diese erste Serie ist Teil des Langzeitprojektes "DEPOSIT". Bis 2012 soll ein fotografischer Corpus entstehen, das verschiedene Lager des genetischen und digitalen Erbes der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts dokumentiert. Dabei soll über die Zeit, die Zukunft der Gesellschaft und die Ängste, die diese zur Konservierung aller möglichen Güter anspornt, nachgedacht werden. (Camille Prenez)
Yann Mingard (1973, Pompaples) lebt und arbeitet in Vucherens. Er ist Landschaftsgärtner und hat die Haute école d’art et de design (HEAD) in Genf und die Ecole de Photographie in Vevey besucht. Neben zahlreichen internationalen Preisen hat er 2004 den Preis Blue Earth Alliance (USA) für eine zusammen mit Alban Kakulya realisierte Serie über die neuen Aussengrenzen in Europa erhalten, welche im Buchprojekt East of a New Eden (Lars Müller, 2009) publiziert wurde.
http://www.yannmingard.ch

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